Tatort: Die dunkle Seite (SWR)

http://sopran.twoday.net/stories/3696330/

Das Ufo trägt jetzt Dauerwelle, zu Beginn wird gekegelt.

Tut mir leid, ich kann sie mir wirklich sehr schlecht ansehen und werde deshalb einen Film auflegen (City of God)

20:30 Uhr sag ich Euch, wer's war: Wotan war's, Wotan Wilke sogar. Der wollte die Versicherung betrügen und sich und seinen LKW überfallen lassen, 500 platte Mattscheiben, das lohnt sich doch, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht. Erstmal aber lässt er Wasser und sich eine Pistole an den Kopf halten. Kollege Mike (schwangere Frau) überwältigt blöderweise den zweiten Überfäller und nimmt seine Pistole an sich. Schießt wohl auch und muss sterben, damit der Plan noch klappt. Gut, wa?

Wenn's anders war, bitte reinkommentieren. Komme später wieder vorbei

Tatort: Der Finger (BR)

http://sopran.twoday.net/stories/3670355/

Langfassung: Wenn ich allein gucke, kann ich ja die ganze Zeit herumtippen.

Es fängt an mit einer Gammelfleisch-Meldung im Radio. Und dann: Helmuth Berger! Visconti-Berger! König Ludwig! Wenn der mal nicht der Mörder ist. Dann ist es wohl die Ehefrau. Wenn es eine gibt. Ja! Gibt es. Französin, die sich unter anderem um die Finanzen kümmert. Okay, aber ich schalte trotzdem nicht gleich ab. Vielleicht gibt es ja mal eine Überraschung.

Berger ("Edgar Kaufmann") feiert seinen Fünfzigsten in seinem Restaurant "La Belle Vigne", bekommt ein Jagdgewehr und begrüßt seine Freunde und Feinde.

Köche haben ja eine sehr geringe Lebenserwartung. Weil sie sich gleich erschießen, wenn ein Sternchen weg ist. Und der Stress. Dr. Meier-Knecht, der Staatsanwalt. Der Gastro-Kritiker Burkhard ist auch ein Arschloch, das weiß man sofort. Bald wird er aber eine Leiche sein, das war ja überall zu lesen. In Teilen. Siehe Titel.

“Ich bin nur einem verpflichtet: Meiner Wahrheit”, sagt er, Freundschaft zählt nicht. Schreibt er den Berger vom Markt? “Du beleidigte alte Schwuchtel”, sagt Berger und zielt mit seinem neuen Jagdgewehr (Geburtstagsgeschenk) auf ihn.

---

Oh, Batic will sich einen Shaker-Küchenschrank aus Feuerland-Kirsche bauen. Das wollte ich auch mal. Lassen. Dann doch: Kambium-Einbauküche. Aufs allernötigste reduziert, damit überhaupt bezahlbar. Kambium mochte ich, die lieferten nicht weiter als 100 km. Irgendsoeine Frankfurter Grünen-Schnepfe, deren Namen mir vielleicht heute noch einfällt, wollte dort eine Küche bestellen und bekam keine. Lindlar im Bergischen. Kambium später trotzdem vom Markt.

Die Rothaarige ist cool. Sie bringt den Finger auf die Wache, tiefgefroren (3 Tage) in Tupperdose. Ihr Freund (Asylbewerber) hat den Finger am Morgen nach der Party gefunden. “Da wolln mer mal hoffen, dass da nicht eins der Experimente mit Fingerfood schief gelaufen ist”, sagt der Pathologe.

Carlo ist ein dummer Tor, der keine Kreissäge anfassen würde und kein Interesse hat, nach dem Fingerbesitzer zu fahnden. Nicht mal, wenn er dafür mal im La Belle Vigne speisen darf. “Rechercheessen”. Wenigstens hat er keinen Pferdeschwanz mehr.

“Business-Lunch fümfvierzg Euro.”

“Oh mein Gott, sie haben sich den denkbar ungünstigsten Zeitpunkt ausgesucht. Der Chef ist in der Küche und zaubert”, sagt der Oberkellner. Wo stehen denn heute noch Boeuf Bourguignon UND Filet Wellington auf der Speisekarte? Bis der Chef Zeit hat, reicht die Chefin Carlo und Leitmayer ein Tellerchen mit Bärlauch-Hackbällchen.

“Wissen Sie, Haushälterin ist eine Vertrauensstellung, und die habe ich schon seit sechs Jahren inne.” Fabers entzückende Haushälterinschnepfe (Domina?) in entzückender Rüschenkragenlivree. Herr Faber ist schwul, aber auf seinem Frisiertisch liegt ein Ultraschallfoto. Er hat eine Hütte in den Bayerischen Bergen, “und da fährt er mit seiner Freundin hin.” - “Nein.” - “oder mit seinem Freund.” - “Ich glaube, das muss ich Ihnen nicht beantworten.” Da steht dann der Film “Nicht der Homosexuelle ist pervers...” damit alle gleich Bescheid wissen. Und natürlich Blümchen und Antiquitäten. “Vielleicht Leihmutter.”

Dr. Meier-Knecht ist der zuständige Staatsanwalt. “Edgar Kaufmann ist ein Freund.” Wegen eines Fingers gleich eine Hausdurchsuchung? Neinnein. “Wie tot muss ein Mann sein, der freiwillig einen Finger in der Küche liegen lässt?” fragt Leitmayer und: “Kennen Sie das Geheimnis der Bärlauch-Hackbällchen?”. Batic kämpft derweil zu Hause im Urlaub mit seinem Schrank und hört doofe Popmusik (kennt das jemand?). Carlo und Leitmayer kommen zum Bier vorbei. “Das Maßband ist irgendwie falsch.” Einschleusen. Undercover.

Creme Bavaroise. Nur Klassiker. Ach, Batic vertritt Salman, der den Finger gefunden hat. Ich Teller waschen. Dreihundert mal. Spricht ja schön Akzent. “Ich Ivo. Zagreb Croatia.”

Der Bruder von “Aufgetischt und abgeräumt”-Faber stellt Convenience-Food her und will mit Kaufmann eine neue Produktreihe auf den Markt bringen. Sein Bruder habe mal was mit Kaufmann gehabt. Sie waren ein nun ja. Paar. Schwules Paar. Sie trugen den gleichen Freundschaftsring. Faber an dem Finger, der in der Küche gefunden wurde.

Die französische Gattin ist natürlich auch nicht echt. “Ist die Sache erledigt?”, fragt sie die leicht pampige Dessertköchin, auch aus Kroatien. “Sie war im Zirkus Messerwerferin”, sagt Ali, ihr algerischer Verlobter, aber sie will es nicht vorführen. Sie ist schwanger und hat gekündigt. “Ist es wegen Burkhard und mir? Das war doch nur eine zärtliche Geste im Keller”. Fragt Kaufmann die Köchin. Er hält sich offenbar für den Vater. Ist er vielleicht auch.

Jaap van Halen drohte dem Faber auf der Feier auch Schläge an. Das ist auch so ein Kochknecht vom Kaufmann. Der Faber hat ihm einst sein eigenes Lokal kaputtgeschrieben. Wegen vernichtenden Umgangs mit Rindviechern.

Nun findet sich auf der Wache Ehepaar Faber ein. Bruder Faber mit Frau. Die Brüder waren nach der Party noch im Brauhaus irgendwas und haben sich da feste gestritten. Leder-Bräu. Die Frau gibt ihm ein sehr bemühtes Alibi. “Ich glaube,”, sagt sie aufsrpingend, “du warst so gegen zwei Uhr zu Hause”. Legt ihm solidarisch die Hand auf die Schulter. “Ich war wach, weil ich mir gerade ein Glas Wasser geholt hatte.”

Soso, den Ring hat Ivo schon mal gefunden. Im Kommissariat gibt es “Leberkäs Hawaii”. Ivo vermutet, dass die Leiche gerade Stück für Stück im Restaurant zu Hack verarbeitet wird. Ah, die leckeren Bärlauch-Bällchen.

Frau Kaufmann findet, dass ihr Edgar aussieht wie ein Penner. Finde ich auch. Versoffen, verlebt. Für den Besuch der Bayernstar-Reporter rasiert er sich dann doch. Fotto. Und Batic sucht im Müllgroßbehälter den toten Kritiker.

Razzia. Trachtengruppe. Der Fotograf freut sich wie Bolle. Spürhund. Will der belgische Koch jetzt den Hund mit Chilisauce verwirren? Jedenfalls nimmt er unauffällig das Glas an sich. Aber noch ist es nicht runtergefallen. Und jetzt auch noch die Müllabfuhr. Ah, der Hund. Verwirrt. Chilisauce. “Was hat er denn?” - “Irgendwas an der Nase.” Inzwischen Geständnis im Hinterzimmer. Edgar und Burkhard immer noch Liebespaar, trotzdem verheiratet mit Anne. Anne voll tolerant, “wenn ich Edgar will, muss ich Burkhard akzeptieren.” Sauer ist sie natürlich trotzdem, aber berechtigte Frage: “Warum soll ich Burkhard umbringen, jetztm nach all den Jahren?”

JAAAA Barber Adagio für Streicher. Das hört Edgar Kaufmann auf der Fahrt zur Hütte vom Burkhard. Warum haben sie da eigentlich noch nicht nachgesehen? Und das begleitet nun auch als Hintergrundmusik die Müllstocheraktion von Batic und Leitmayer. Auf der Hütte schaut sich Edgar dann Viktualienmarkt-Filmchen mit Burkhard an und weint. Das ist alles so traurig. Leitmayer findet das Messer und das Hackfleisch. “Das Fleisch war für die neue Schawarma-Bude von meinem Bruder”, gibt der Algerier zu. Bruder ist Bruder. Aber der wollte das nicht, weil nicht Halal. “Ich sag verkaufst Du erst mal erste Lieferung und zweite ist dann Halal, aber mein Bruder sagt, ist kein Betrüger.” Tatsächlich: reines Kalbfleisch. Aber sehr, sehr süß, wie Batic und Leitmayer da Schulter an Schulter sitzen in den grünen PSV-Trainingsanzügen und Feinripp drunter. “Die Gastro-Schwuchtel”, sagt der Algerier.

Inzwischen wissen auch die Polizisten, dass Milena schwanger ist. Sie wollte erst abtreiben und dann doch nicht.

“Ich bin mir sicher, dass ich es nicht war”, sagt Edgar. Seine Frau hört Jacques Brel, wie sich das gehört für Französinnen in Krisensituationen. “Jean Jaurès”? Ich mag die Musik heute. Und ich weiß immer noch nicht, wer es war. Viel spricht für die Ehefrau, aber wir haben auch noch Milena, den Bruder und den belgischen Koch. In der Reihenfolge. Der Koch wäre zu einfach. Noch haben wir ja keine Leiche. Vielleicht ein kleiner Scherz der Gastro-Schwuchtel. Nein, ich glaube, sie finden ihn noch. Eine halbe Stunde haben sie noch, aber der Akku reicht nur noch 26 Minuten. Mh.

Der belgische Koch macht Fisch in Salzmantel

Frau Faber tritt nun bei der Polizei auf und belastet ihren Mann. “Ich glaube, er ist zu weit gegangen. Er war nicht um zwei Uhr zu Hause. Er kam erst am Morgen gegen sieben.”
Hübsche Einstellung, wie zwischen den Köpfen von Leitmayer und Faberbruder Hackfresse Edgar vom Plakat grinst. “Unser Vater hat Burkhard immer bevorzugt, bis er wusste, dass er schwul ist.” - “er hat mich erpresst”. - “Er wollte seine Anteile verkaufen.” - “Aber ich habe ein Alibi. Ich war bei meiner Geliebten.” Wird schon stimmen.

Derweil lässt Ivo sich einsperren, und das gibt bestimmt nachher einen schönen Showdown in der Küche. Jetzt also: Kellerluke in Lagerraum 1, wenn er da mal nichts findet unter dem Salzhaufen. Zum Beispiel die tote Gastro-Schwuchtel. Und klar, dass der belgische Koch ihn nun einsperrt. Ärgerlich, wenn's der gewesen wär. Weil: ZU EINFACH. Aber der macht gleich die Luke wieder auf: “I wachs nich”. Danke. Danke. Danke. Klischeenummer: “Wir warten, dass der Kollege drauf kommt, wo er den Kollegen retten muss”, bleibt uns erspart. Der sagt, Anne hat ihn angerufen.

“Schade, dass Sie ihn so früh gefunden haben”, bedauert der Pathologe, “sonst wäre er ganz zum Stockfisch geworden. Baccalao, portugiesisches Nationalgericht.”

Ich hol mal schnell das Netzteil, wenn ich was verpasse zwischen 21:31 und 21:34 uhr, könnten Sie das bitte reinkommentieren? Gerade sitzen die beiden Kommissare in einer Kaschemme, zur Orientierung.

---

Dann also doch die Ehefrau? Sie hat rausgekriegt, dass Milena von Edgar schwanger war. “Du wolltest keine Kinder. Mit mir.” - “Burkhard hat es mir gesagt. Er hat das Ultraschallbild in Eurer Hütte gefunden.” - “Edgar, ich glaube immer noch an uns.” Der Ali-Darsteller kommt mir bekannt vor. Immer noch neun Minuten. Ali sagt Milena, “Meine Prinzessin, was immer Du getan hast, wir schaffen das.” Sie: "Ich habe Burkhard Faber erstochen". Mit Jaaps Messer.Er hat sie bei der Ausländerbehörde angezeigt. Und Anne habe ihr geholfen, die Leiche verschwinden zu lassen. Sie wirft ein paar Messer und springt dann von der Brücke. Und immer noch sieben, acht Minuten. Überfahren oder nicht überfahren? “Möge Euch Gott in Kürze Eurem Freund folgen lassen”, sagt Ali den Fabers. Aber natürlich war alles ganz anders. Den Stich hat er abgewehrt, dabei Finger ab, dann hat ihm jemand die Frischhaltefolie ins Maul gestopft. Und das sieht mir doch sehr nach Madame aus. Und Ali hat die Kaufmanns ins Kühlhaus gesperrt, das kann ich verstehen.

Und es war schon wieder die Ehefrau.

“Frau Kaufmann, wir verhaften Sie wegen Mordes an Burkhard Faber.”

“Quoi?”

Hach, schon für diese possierliche “quoi” hat sich der Tatort gelohnt. Fazit: Spitzereiter der Saison 2007. Irrwege über Irrwege, alle einleuchtend, und am Ende war es doch die Ehefrau. Die Leiche war doch nicht im Hackfleisch (danke), sondern schön im Salz konserviert (appetittlich), es wurde geschossen und mit Messern geworfen, undercover ermittelt, die Schwulen nicht blöder dargestellt als alle anderen. Verstoßener alter Liebhaber(Faber), zerstörte Existenz (belgischer Koch), gekränkte Ehefrau (Anne), gekränkte Geliebte (Milena), gekränkter Verlobter (Ali), benachzugter Bruder (anderer Faber) usw. usw. Chiliattentat auf einen Schäferhund. Entzückendes "quoi?".

Volle Punktzahl. Und nach diesem Feuerwerk der guten Laune und der gepflegten Kulinarik erzählt die Magersüchtige vertrocknete Sabinsen irgendwelchen Scheiß über Übergewicht. Gäste:

Rainer Calmund
Tim Mälzer
Wolfgang Göbel (McD)
Renate Künast
Thomas Fuchsberger (Diabetiker)
Susanne Langguth (Südzucker)

Studiogäste vom Krankenkassen- und Lehrerverband? Hä?

Christiansen im halboffenen Hemd mit offener Weste drüber, ach, ich will es gar nicht wissen. Und tschüss.

Vorschau und Wiederholungstipps

Sonntag, 15. April
Tatort Hannover: Das namenlose Mädchen


Sonntag, 22. April
Kein Tatort: Schimanski: Tod in der Siedlung (Mit Willi-Brandt-sein-Sohn)


Sonntag, 29. April
Tatort München: Der Finger (Mit Helmut Berger als Restaurantchef - DER Helmut Berger? Visconti-Berger? King-Lui-Berger? Na, wenn der mal nicht der Mörder ist!)

Extra-Tipp:
Samstag, 5. Mai, 21:45 Uhr
Tatort Münster: Mörderspiele (Wiederholung)

Sonntag, 6. Mai
Tatort Ludwigshafen: Die dunkle Seite

Dienstag, 8. Mai, 20:15 Uhr (SWR Fernsehen)
Tatort Frankfurt: Das Böse (Wiederholung)
Die Folge, in der Frau Sängers Eltern ermordet werden. Schlimme Rückblendenorgie, unübersichtlich.

Sonntag, 13. Mai
Polizeiruf 110: Tod in der Bank

Mittwoch, 16. Mai, 22:15 Uhr (RBB)
Tatort Berlin: Rosenholz (Wiederholung)

Sonntag, 20. Mai
Tatort Wien: Familiensache

Montag, 28. Mai 2007
Tatort Dresden: Racheengel

Schimanski: Tod in der Siedlung (WDR)

http://sopran.twoday.net/stories/3644208/

Kein Tatort. Schließlich ist Schimanski schon lange außer Dienst.

Schimanski wohnt am Tatort. "Da brennt ein Auto", sagt Marie-Claire (ich KANN SIE NICHT AUSSTEHEN). “Hier brennen dauernd Autos”, dreht sich um, schläft weiter. Weiß ja nicht, dass einer im Kofferraum liegt. Das Opfer, Herr Zimmermann, ist Fallmanager, Bundesagentur für Arbeit.

Was macht dieser Schimanski eigentlich? Ist der nicht bald über 70?

Ich versteh das nicht. Ist Schimanski jetzt wieder bei der Kripo?

Ich guck das hier nur wegen Hänschen. Thanner ist tot, Marie-Claire ist furchtbar, im Hintergrund läuft Johnny Cash.

"Wissen Sie, was ihr Mann trug?" wird Frau Dr. Zimmermann, die Florence Nightingale der Siedlung, gefragt. “Seinen grauen Anzug, wie immer.” Aha. Den einen. Vermisst hat sie ihn über Nacht offenbar nicht.

Das Arbeitsamt ist das Arbeitsamt an der Luxemburger Straße. In Köln. Am Justizpalast. PALAST. Das Gericht, in dem die Uhren anders gehen, nämlich: Vor. Von wegen Duisburg. Fahrradständer mit rechtsanwalt.de, Jetzt will sich das Mädchen mit dem Baby vor die 18 werfen, die aus Bonn kommt. Also: Ohne Baby, das hat sie im Arbeitsamt gelassen. "Beim Zimmermann habe ich immer Hartz IV bekommen." Thielenbruch. Das Polizeiauto war aber aus Duisburg. Ich versteh das nicht.

“Wieso kriegt'n die Frau kein Geld?” Schimanski kümmert sich aber mal wieder um die Entrechteten. Aber wovon lebt er selber? Lösegeld gefunden? BU-Rente? Reiche Alte?

http://horstschimanski.info/

Hier ist das alles erklärt. Nur nicht, warum in Köln gedreht wurde.

Also: Schimanski ist zum 25-jährigen Schimanski-Jubiläum exhumiert worden. Zuletzt hat er mit Marie-Claire in Gelbien auf einem Hausboot gewohnt. jetzt ist er zurückgekehrt in seine alte Wohnung von damals. Und weil der Schimmi so ein Vollchecker ist und die Polizei keine Ahnung von der Siedlung hat, muss er alles in die Hand nehmen. Warum die Kollegen sich das gefallen lassen, bleibt vorerst offen.

Dem jungen Herrn Kommissar Hunger hilft er sogar beim Renovieren. “Du bist kein Bulle, Du bist Schwarzarbeiter”.

Kleine Razzia auf dem Bau. Schwarzarbeiter flüchten. Schöner Matsch. Es gibt da einen zweiten Toten, der auch Ockerfarbe an sich hat, wie der Zimmermann. Vom Gerüst gefallen. Angeblich auf der Großbaustelle, aber da ist überhaupt keine Farbe. Jürgens hieß der, und war Journalist. Unfall. Ockerfarbe passt zur Grusel-Schrankwand bei Zimmermanns zu Hause.

“Bankhaus Marxloh”, wattndat. Beschissenes Schild jedenfalls. Arial Letraset. Warum gehen sie nicht zur Sparkasse? Ach ja, sind sie ja. Nur das Pappschild drübergepappt. Alles schön rot hier.

Bekanntester Schauspier: Matthias Brandt, Willys Sohn. Was hat jetzt der nochmal mit dem Toten zu tun, außer, dass er auch schon mal beim Arbeistamt war? Bisher nix. Vorhin war er mit Handschellen an der Heizung festgemacht, aber ich habe nicht mitgekriegt, wer das war. vermutlich eines seiner Kinder. Damit er nicht zocken geht. Schimanski nuschelt immer so, wahrscheinlich was mit den Zähnen. Wie das so ist mit 70.

Matthias Brandt verkniffelt in einer gruseligen Wirtschaft seine Jacke und seine Schuhe. Seltsame Bräuche dort im Revier. Ach, ist gar nicht Kniffel, sind ja nur drei Würfel. Kniffel, habe ich hier anderswo gelernt, kann man auch mal über das ganze Blatt spielen, macht auch Spaß.

Um 20:58 Uhr verdächtige ich den Sohn mit dem Rennrad. Ach, Schimanski vielleicht auch. Jetzt regnet's auch noch. Blöde Musik, sone Art Soft-Pärt . Der Plus heißt Rius. Das lässt sich leicht ändern, ein krummes Beinchen ans R und einen Fleck aufs I. Die Nachbarin der Ärztin hat Krebs, Frau Dr. hilft ihr beim Sterben. Hat die was zu vererben? Sie hat einen doofen Engel, außerdem haucht sie ätherisch Tschechow dahin, zu meinem und Schimanskis Befremden.

Hah! Jetzt erstmal Schimanski Fresse dick. Früher hat er sie manchmal besiegt, aber in dem Alter... Geschieht ihm Recht. “Meine Siedlung, meine Leute”. Die Wohnung hatten sie nach 25 Jahren wiedergefunden, aber die Zeche im Panorama war inzwischen rückgebaut. Kann man aber reinfotoshoppen. Der Böse Babyvater ist gar nicht so böse. Vorstrafen wegen schwerer Körperverletzung, Kampfhund, aber das Herz auf dem rechten Fleck, so sind sie, "meine Leute" aus "meiner Siedlung". Der hat inzwischen eine Ausbildung zum Hacker gemacht und einen Job in Garmisch in Aussicht. Guter Junge. Ruhrpöttisch spricht hier keiner, oder irre ich da?

Aha. Matthias Brandt hat mit dem toten Zimmermann gekniffelt. Er hat dessen neues Haus gewonnen. Geht doch gar nicht, gehört doch der Frau. Ja, richtig. Hat Zimmermann ihm dann auch gesagt. Und: Fresse dick.

Es ist aber erst 21:15. Reicht auch. Erpressung mit Hartz IV. Ich lass Dir vom Jugendamt die Kinder wegnehmen, dann ist die Wohnung zu groß, musste auch aus der Wohnung raus. Um das Motiv wieder aufzunehmen: Schuld ist die Regierung. Das Schweinesystem.

Brandt war es natürlich nicht, der denkt nur, er war's oder wär's gern gewesen, um aus dem Elend zu fliehen oder den Sohn zu decken. “Ich hab sein Auto mit Benzin übergossen.” War aber gar kein Benzin, war Verdünner.

Frau Zimmermann kann's auch gewesen sein, die hat den ganzen Abend mit der kranken Nachbarin um 50 Cent Rommee gespielt (verloren) und sie dann mit Morphium abgeschossen.

SCHIMANSKI IST GANZ FURCHTBAR.

(Fand ich mit 15 noch nicht, erst so ab 16).

So. Jetzt weiter. Die 14-jährige Tochter von Matthias Brandt hat was mitgekriegt und dann Frau Dr. Zimmermann angerufen und gepetzt, dass ihr Mann das Haus verspielt hat. Aber es ist immer noch nicht halb zehn, und das Haus gehört immer noch Frau Dr. Zimmermann und die musste doch wissen, dass der das gar nicht verspielen kann.

Bleibt immer noch der Junge, der mit dem Rennrad rumfährt und eine Abkürzung kennt. Nein, der ist inzwischen Co-Kommissar und rechnet aus, wie lang man vom Rohbau-Ocker-Zimmermannhaus in die Siedlung braucht.

45 Minuten hatte Frau Dr. Zeit, eine Kassettenseite von dem esoterischen Gedudel, das die krebskranke Tschechow-Frau immer hört. Fahrrad braucht 26 Minuten. Aber vielleicht hat sie den Sportwagen von der kranken Nachbarin genommen. Treffer. “Ockerfarbener Baudreck”. Und bevor man die Nachbarin noch fragen kann, stellt Frau Dr. Zimmermann ihr schon den Totenschein aus. 21.34 Uhr. Matthias Brandt will am liebsten im Knast bleiben, aber so geht das ja nicht.

Die Ärztin hat aus medizinischen Gründen die Morphiummenge verzehnfacht. Und die hatte ihr natürlich wirklich alles vererbt. 21:36 Uhr, eigentlich wissen wir längst alles. Jetzt noch schön Zeit schänden, 9 Minuten.

“Nehmen Sie mir jetzt mein Haus weg?”

Am Ende fährt der Junge mit dem Fahrrad mit Gringo und seiner jungen Freundin und dem Baby und dem Kampfhund nach Garmisch, macht Lehre. Dem spielsüchtigen Brandt sucht Schimmi einen Super-Therapeuten für lau, und die 14-jährige Tochter bekommt wahrscheinlich endlich einen richtigen Job in einem richtigen Puff. Schimanski trinkt ein rohes Ei mit Zucker, das stärkt wahrscheinlich die Manneskraft, denn schon steigt unten Marie-Claire aus dem Auto. Dabei ist noch gar nicht gespült. Aber das kann sie ja machen.

Ich bin so doof, es war natürlich schon wieder die Ehefrau.

Auch schon über Köln gewundert: Daily Ivy
Wer wissen will, worum es überhaupt ging, kann das im Lieben Tagebuch nachlesen.

Tatort: Das namenlose Mädchen (NDR)

http://sopran.twoday.net/stories/3588477/

Frau Lindholm schreckt für den Schwangerschaftstest den Notapotheker aus dem Schlaf. Vermutlich in Hannover. Derweil kommt in Osnabrück der Vater vom Nachtdienst, und die Mutter (wo habe ich diese Frau zuletzt spielen gesehen? Anderer Tatort?) muss zum Frühdienst. Nervenzusammenbruch wg. Kind-schmiert-Marmelade auf den Boden. Ich versteh das. Sie ist müde, sie muss um halb sechs los zur Arbeit, der Babysitter ist nicht gekommen.

Und so ist dann der erste Tote der Sohn.

(Prognose 20:23 Uhr: Vater hat ihm den Toast in den Hals gestopft). Eigentlich will ich das gar nicht wissen, aber es soll ja um den verschwundenen Babysitter gehen. Sonst hätte ich schon beim Frühstück ausgemacht. Sachen mit toten/misshandelten Kindern spare ich mir sonst.

Schön, dass oben rechts ein Logo “Kinder sind Zukunft” eingeblendet bleibt.

Bisher noch keine Tiere.

“Nicht leer. Aufgeräumt.” Mit diesem Staatsanwalt werden wir noch zu tun haben. Furtwängler hat sich im Büro geirrt, ist doch klar: P227 ist Polizei, S227 ist Staatsanwaltschaft.

Lindholms Klingelton: Unauffällig. Elektronisch.

Die Leiche auf dem Seziertisch atmet und hat ausländische Zahnfüllungen.

Ich war schon mal in Osnabrück, und seitdem verwechsle ich das nicht mehr mit Oldenburg. Westfälischer Friede, Türme, schöne Schuhgeschäfte. Gruselige Stadthalle. Chorwettbewerb 2002.

Frau Furtwängler ist also der jungen weiblichen Leiche wegen nach Osnabrück gereist. Wir vermuten bereits richtig, dass es sich dabei um “Carol” handelt, den Babysitter des erstickten Vierjährigen. Gefunden in einem Waggon auf einem Fabrikgelände. Paar Tage tot.

Über den Schal, den Ethnologin Lindholm gleich als keltisch erkennt, kommt sie an den Webkurs und den Weblehrer Voigt. Der stinkt doch!

“Was hat Sie ausgerechnet nach Osnabrück verschlagen?”
“Wieso, finden Sie es so schrecklich hier?”
“Ähm nein. Ich komme aus Hannover.”

Keltischer Webkurs, das ist ja mal ein Setting. “Party ohne Ende”, dieser Webkurs. “Die war sehr für sich”. Natürlich tauchen überall Babys auf, jetzt, wo Frau Kommissarin Lindholm schwanger ist. “Könnten Sie ihn kurz halten?”

20:42 Uhr Verdächtige zur Zeit: Der Bruder des toten Kindes und der Weblehrer. Der Vater könnte es auch gewesen sein. Die sind heute übrigens alle magersüchtig, das liegt am Bild. wir haben das hier noch nicht so im Griff, entweder das Bild passt rechts und links nicht in den Fernseher, oder alle sind magersüchtig.

Haben die in Osnabrück eigentlich keine eigenen Kommissare?

Aha. Der Bruder Mika Mende arbeitet in der Fabrik, wo draußen im Waggon die Leiche gefunden wurde.

Mika will auch wissen, warum sie das macht. “Sie kommen doch gar nicht aus Osnabrück.” Das wird auch nicht aufgeklärt. Und wieso Osnabrück? Hätte sie auch in Hannover bleiben können für den Fall. Sonst fährt sie immer aufs Dorf und steigt in muffigen Pensionen ab, das gefällt mir besser. Wenn sie schon keine Schauspielerin nehmen für die Hauptrolle, müssen sie sie wenigstens gut einpacken.

Nun Besuch beim Weblehrer. Der wohnt mit seiner entzückenden jungen Frau in irgendsoeinem luxusumgebauten Gehöft, “sehr glücklich verheiratet”. Alles schön handgetöpfert, handgewebt.

Fünf. War das Kind. ADS natürlich, “ganz intensive Form”. Das war aber schlecht gespielt. Eigentlich war der ziemlich normal. Marmelade auf den Boden schimeren. Allerdings war der für 5.30 Uhr schon extrem wach. Schlafentzug ist Folter. Auch für Eltern.

Jetzt trifft Lindholm eine Freundin im Café, die schon länger alleinerziehend ist. Da war irgendwas mit aufs Klo gehen in dem Café in Osnabrück. Oder einem anderen Café. Man bekam vom Kellner ein Ticket, das zum Klobesuch berechtigte. Strange. Versonnener Blick auf Stramplerständer im Geschäft.

Doch ein gewisser Zufall, dass ihr krimischreibender Mitbewohner Martin (warum ist der nicht schwul?) ausgerechnet mit ihrer Osnabrücker vorübergehenden Mitarbeiterin anbändelt. Eine, die Textstellen mit Textmarker markiert, was VÖLLIG INDISKUTABEL ist. Inducabel steht übrigens auf der Lagerhalle an der Straße zum Flughafen Charleroi. Ich hab diesmal gar nicht hingeschaut, es ist so viel besser, nicht allein zu fahren, weder hin noch zurück.

Frau Furtwängler ist dann auch zu Recht angepisst, kommt sie nach Hause, ist so schön für zwei gedeckt, lecker Essen auf dem Herd, und dann: Liegt in ihrem Schlafzimmer ihre eigene Mutter und im Bademantel steckt die Frau Müller oder wie sie heißt.

“Charlotte, ich erwarte von Dir, dass Du Dich für mich freust!”

Was braucht man eigentlich für einen Grund für eine Exhumierung? Irgendeinen? Keinen? Einen guten? Gab es bisher irgendwelche Anhaltspunkte dafür, dass der 5-Jährige (wie ich inzwischen weiß) gewaltsam starb? Ich meine: Wenn man nicht dabei war, so wie wir.

21:18 Uhr: Schwangerschaftshormongesteuert verrennt sich Charlotte Furtwängler in diese arme Familie mit dem toten Kind. Dabei wird sie wahrscheinlich aufklären, dass der Vater dem Kind den Toast in den Hals gestopf hat. Der Mörder war dann der Weblehrer, um den sich Maria Lindholm gerade nicht kümmern kann wegen Kindausbuddeln. Der ältere Bruder ist komisch, weil er weiß, dass der Vater den Kleinen verunfallt hat.

Oder halt ganz anders.

21:24 Uhr, jetzt könnten wir der Sache mal näher treten. Der Bruder Mika fährt mit dem Fahhrad (abgespecktes Rennrad, gerader Lenker, sehr ordentlich) zum Weblehrer und will dem die Tasche unterjubeln. Wird vom Weblehrer gestellt. Polizei.

Carol/Liz wollte zurück nach Irland. Mika war's nicht, weil es erst 21.25 Uhr ist. Sabinsen kommt ja erst um viertel vor.

Schön schnippisch inzwischen die Kollegin. Ich weiß immer noch nicht, wie die heißt.

“Weiß die Mutter schon Bescheid?”
“Das wollen Sie ja sicher gerne selber machen.”

Außerdem haben wir ja immer noch - wie konnte ich das bisher übersehen? - die EHEFRAU.

Um 21:36 Uhr war es dann der Vater des toten Kindes. Aber was machen wir dann die letzten 9 Minuten? Die Geschichte mit dem Toast-in-den-Mund-stopfen habe ich schon mal woanders gelesen.

Aha, und Carol kam dazu und sagte, “ich habe meinen Sohn umgebracht”. Und dann ist sie hingefallen, und der Zug stand gerade in der Nähe. “Meine Frau darf das nicht erfahren.”, das ist allerdings eine lustige Vorstellung. Dann am Ende noch Sohn und Vater fast vom Zug überfahren, keine Schüsse und immer noch fünf Minuten, in denen wahrscheinlich Frau Lindholm ihrem Mitbewohner (lief nicht so mit der Polizistin, wissen wir schon von der Polizistin) und ihrer Mutter von ihrer Schwangerschaft erzählt.

(Als der Vater - Mörder - dem Sohn - verliebt in Opfer - sagt, er soll sich um die Mutter kümmern, verstehe ich: "Simone hängt im Haus". Hätte mich auch kaum gewundert. Aber er hat gesagt: "Simone hängt AM Haus."

Schade um den Weblehrer, das wäre ein feiner Mörder gewesen.

21:42 Uhr Ende. Wahrscheinlich geht meine Uhr falsch. Keine Geständnisse, nur ein Blick in die Ferne vorbei an wehenden blonden Haaren.

Tatort: Engel der Nacht (SWR)

http://sopran.twoday.net/stories/3542550/

(Wie schon anderswo angemerkt: Eva Mattes hat ja mal Fassbinder gespielt, da hat sie sich Pickel gezüchtet und tüchtig zugenommen. Immer suche ich Fassbinder in ihrem Gesicht.)

Die schönste Szene kommt gleich zu Beginn, als das kleine weiße Kaninchen in der blutroten Blutlache herumhoppelt. Frohe Ostern!

Danach hätte ich vielleicht lieber abschalten sollen. Denn als der kleine Junge das Meerschweinchen an die Schlange verfüttert, schwenkt die Kamera vor der Verspeisung aus dem Terrarium heraus, weil der kleine Junge dann mit albernem Kopfnicken einen Leguan hypnotisiert. Klara Blum wird das alberne Kopfnicken später zur peinlichen Vollendung führen, später, als sie sich den Rest des Tatorts als Kinderpsychologin betätigt.

Um 20.25 Uhr notiere ich: Die blonde Frau war's. Das ist die Nachbarin, die seit 15 Jahren im Haushalt der Tierhandlungsfamilie geholfen hat und eben gekündigt wurde. Die hat so was Irres. Da die Ehefrau seit einem Jahr tot ist (Bauchspeicheldrüsenkrepps, Klara Blum: “Besonders heimtückisch” - kann die auch fließend Pschyremblisch?) und als Mörderin nicht in Betracht kommt, rückt die Nachbarin (bestimmt verliebt) natürlich nach.

F. prangert an, dass es für den Auftritt der Ratte “Daphne” KEINEN VERNÜNFTIGEN GRUND gibt. Natürlich gibt es für kein Tier dort einen vernünftigen Grund, außer vielleicht - aber hier greife ich vor - für das niedliche Gürteltier, das so possierlich über die regennasse Straße spaziert. Aber das ist wohl eine Frage der Tiersympathie. Ich finde ja Krokodile am gruseligsten, aber in diesem Tatort tritt nur ein kleiner Alligator auf, der geht.

Statt nun um 20.30 Uhr die Hände der Nachbarin auf Schmauchspuren zu untersuchen, entführt Klara Blum den unschuldigen kleinen Jungen, belästigt ihn mit ihrer langweiligen Lebensgeschichte (ein schlichtes “keine Lust” hätte auf dessen Frage “warum hast Du keine Kinder” sicher genügt) und wundert sich, dass der Kleine so “verstört” ist. Nun ja, dafür, dass er gerade seinen Vater verloren hat, ist er ziemlich überhaupt nicht verstört, er schafft es nämlich, der doofen Klara noch zwei, drei Mal zu entkommen.

Im Supermarkt klaut der Junge 15 Kilo Fleisch, wird erwischt, schon ist Mama Blum wieder da, kauft das Fleisch, und dann - widerlichste Szene überhaupt - presst sie das unschuldige Kind an ihrer üppige Brust, während die Kamera vier, fünf Mal zu schwülstiger Musik um das Grauen herumradelt. Dann kauft sie das Fleisch und kocht Gulasch und Spätzle.

Nachbarin: “Im Kinderunterschätzen sind sie gut”. Da wird ständig in Anwesenheit des Jungen über den Jungen geredet, als sei er doof und taub usw. Ach, ich vergaß: Der SCHALAFWANDELT, deshalb entscheidet Klara mal eben, ihn hypnotisieren zu lassen. Von einem Professor Peter Prügelpeitsch Bubi Teichner. Dazu muss dann auch noch ein flackerndes Kaminfeuer und ein pendelndes Goldkettchen her. Und Zack plaudert der Kleine, dass er einen Engel gesehen hat.

Der Bruder hat Schulden, der Nachbarehemann gesteht, in einem verfallenen Schloss im Lorettapark wohnen noch weitere possierliche Tier, der Ausländer ist Böse (Goran Simonocic) und lässt Klara mit Kabelbindern an einen Stuhl fesseln und ein paar in die Fresse hauen. Bei Vollmund natürlich, man erspart uns nichts. Geschieht ihr Recht, möchte ich sagen.

Seit 20.35 Uhr warte ich übrigens auf den Ausspruch des Wortes “Artenschutzabkommen”.

21:03 Uhr Zwischenstand:

Drei Verdächtige:
Die blonde Nachbarin
Ihr Mann
Des Knaben spielüberschuldeter Bruder, der am Tatort war

Bewertung:
Nachbarmann ist redlicher Busfahrer. Der war's nicht, wär zu einfach.
Bruder: Zu einfach, schließlich war er am Tatort.
Also wirklich die blonde Nachbarin. Und noch 42 Minuten vor uns.

Assistent Perlmann, eine Lichtgestalt, spricht gegen 21:10 Uhr den wichtigsten Satz: “Die ham doch alle einen an der Waffel.”

Wir haben hier noch vor uns:
“Hallo Löwe, hallo Schimpanse” - all die süßen kleinen Zootiere in dem verfallenen Schloss.
Perlmann will Klaras “befreundete Kinderpsychologin” für sich gewinnen.
Verfolgungsjagd: Vorne Klara mit Prügelpeitsch, dahinter der böse Ausländer im bösen schwarzen Auto
Kleiner Junge haut zu seinem mittelbösen Bruder ab, der wollte aber nur die Tiere verkaufen.

Showdown im verfallenen Schloss: Böser Ausländer, mittelböser Bruder, lieber kleiner Junge suchen die Tiere im Schloss, keine mehr da, dafür Klara und Konsorten, die Tiere hat Klara schon selber in den Züricher Zoo gebracht, dramatische Kameraschwenks, dramatische Musik, Brüder liegen sich in den Armen “Ich hab viel Scheiß gebaut, aber dafür steh ich gerade, und dann kümmer ich mich um dich.”

Aber Scheiße, es ist ja erst 21.36 Uhr und der Mord muss noch aufgeklärt werden.

Na, klar, war's die blonde Nachbarin.

Und erst um 21.42 Uhr sagt jemand “Woschingtonner Artenschutzabkommen.”

F: "Glotzen, Kotzen, Aus."

Immerhin ist Daphne am Ende tot.

Tatort: Die Anwältin (mdr)

http://sopran.twoday.net/stories/3513482/

Leipzsch, habe ich schon mal einen aus Leipzsch besprochen?

Fängt schon wieder mit Ärger an, dieses Mal über die Inhaltsangabe auf www.tatort.de
Da ist von einem "überraschenden Freispruch" die Rede, dabei handelt es sich um ein Zivilverfahren. Dass dabei ein Urteil vom Stuhl verkündet wird, ist ungewöhnlich. Von Stuhl heißt dabei: Im Anschluss an die mündliche Verhandlungen. Bei kleinen Strafsachen üblich, beim Verfassungsgericht ausgeschlossen. Zivilurteile werden meistens in eigenen Verkündungsterminen verkündet, unspektakulär, den Inhalt des Urteils erfährt man dann über die Pressestelle oder lässt sich das schriftliche Urteil vom Gericht schicken.

Kreisch. Anwältin gibt eine Akte an Herrn Ehrlicher heraus, weil der "Gefahr im Verzug" sagt.

"Er war mein einziger Mandant" ist allerdings süß. Schön, wenn das einzige Mandat gleich einen ordentlichen Streitwert hat. Ihr Geld bekommt sie ja von der Gegenseite, macht nichts, dass der Mandat tot ist. Vom Gericht die Kosten festsetzen lassen und dings.

Die Putzfrau ist Kunstkennerin. Im Haus des Opfers fehlen drei Bilder à 140.000. Sagt die Putzfrau.

Dr. Bischof hat seine Familie als Alibi "Meinemuttermeinekindermeinefrau".

430.000 Euro war der Streitwert. "Der Prozess war eine Farce. Die stecken alle unter einer Decke, der Staatsanwalt, der Richter und die saubere Anwältin". Sagt Herr Mühl, der Kläger, der seine Abnahmezahlung nicht bekommen hat. Wegen Mängel.

Der Gerichtsmedizinerdarsteller ist eher Gerichtsmediziner als Darsteller. Die hölzernen Texte sind ihm auf den Leib geschrieben. "Erstickt, höchstwahrscheinlich durch Fremdeinwirkung. Es sind zwar keine Hämatome sichtbar, aber das muss auch nicht sein." --- "Wir arbeiten noch dran." --- "Keine verwertbaren."

Der Herr Kain hat ja immer so klare Feindbilder. Erstmal ist's der Putzfraumann, klar. Dann der Mühl, "Rache is immer'n gutes Motiv". Immer mit diesem "siehste"-Ton.

Die Anwältin und der Herr Bischof zanken um einen Brief, den sie beim Toten Ludwig dabei hatte. Erpressung? Aber wo ist der Brief und was steht drin? Die Anwältin wohnt im Büro, meistens ist es ja umgekehrt, dass das Büro in einer Ecke der Wohnung ist. Modell "Schild-an-die-Tür".

Ich schiebe hier mal ein, dass ich es sehr erfreulich finde, dass hier endlich mal ein realistisches Bild der Anwaltschaft gezeichnet wird. Der Freund verbrennt das rote Kleid der Anwältin. Was ist das für ein Stoff, der so brennt? Er ist in eine hübsche kleine Laube umgezogen, die ist wahrscheinlich schlechter geheizt als das Büro, aber sonst einwandfrei.

"Die lag im gleichen Grab wie er, danach haben sie Gesichter getauscht", sagt die Mitseherin, als Ehrlicher und die Staatsanwältin miteinander reden. "Prozessbetrug", wie jetzt nochmal? Ich habe gerade nicht aufgepasst. Irgendwelchen Schriftverkehr gefälscht.

Der Putzfrauenmann hat bei Ehrlichers Freundin im Waschcafé schwarzgearbeitet, das ist mal ein feines Alibi.

Die Anwältin Becker aquiriert im Krankenhaus, zum Glück wird sie gleich rausgeschmissen. "Ihr Mann" (da auf der Trage), "Unfall?" Das ist SOWAS VON STANDESWIDRIG, die soll SOFORT ihre Zulassung zurückgeben.

Der Fotostudiofritze lässt im Schaufenster immer eine Kamera mitlaufen und kennt sich in Kunstgeschichte aus. "Ich habe studiert!" Der Herr Mühlens nein Mühl hat Abzüge von Fotos von den Bilder machen lassen, den gestohlenen. Mühlens ist doch der mit 4711. Warum sprechen die alle so wenig säxsch? Das würde mich mit der Hlzigkeit etwas aussöhnen. Der war natürlich nur in der Wohnung, hat die Bilder geklaut aber den Ludwig nicht umgebracht.

Wichtige Frage: Warum hat Ludwig diese Anfängerin beauftragt. Fleißsternchen für Ehrlicher.

Andreas Becker (Freund ist doch Ehemann) spielt mit Dr. Bischof Squash, sonst macht das immer seine Frau. Squash spielen. Man vereinbart die Geldübergabe für den nächsten Abend.

Dr. Bischof wohnt in einer wunderbaren Neureichen-Villa mit Flügel, Messinglampe, Kindermörderauto (Cheyenne?) + BMW-Cabrio, reitender Tochter und Mutter in grüngeblümter Chiffonbluse, Rundgrill, zwei Terrassen, Hibiskus, Ledercouchgarnitur. Dr. Bischof ist allerdings inzwischen von seinen Aufgaben im Unternehmen nunja freigestellt worden. Seiner Mutter schuldet er 400.000 und braucht noch mehr, aber die Mutter zickt.

Vielleicht war's ja die Mutter von Bischof.

(Ich weiß übrigens immer noch nicht, wer's war. Dem Titel nach "Die Anwältin", Bischof? Wär jetzt zu einfach. Mühl? Schon erledigt. Frau Mühl? Ehefrau hatter nicht. Andreas Becker? Joh, warum nicht.

Hah! Zumindest übergibt die Mutter das Geld, während Herr Bischof mit dem "Großen" die Polizei narrt. Aber natürlich sind die listigen sächsischen Krimimaler clever genug. Höllisch aufgebretzelt, die Mutter, Glitzerkleid, setzt sich aber erstmal vor die Oper und raucht eine. Nachher mal vergleichen mit der Kippe, die Ehrlicher sich mit nackten Fingern in die Brusttasche gesteckt hat. "Na, Frau Bischof, wohin des Wegs?" Und schon hat Kain das Geld und Ehrlicher den Brief.

In dem versiegelten Brief war eine "Kontovollmacht". Schweizer Konto, 12 Millionen richtiges Geld = Schweizer Franken. Dr. Bischof trägt einen schwulen lilla Pulli. Die Mutter: "Wir Bischofs haben genug Geld. Sie glauben doch nicht im Ernst, wir Bischofs hätten es nötig, für GELD fremde Leute umzubringen?"

--
Jetzt hat dieses kack-Twoday SCHON WIEDER DIE LETZTE HALBE STUNDE TATORTBLOGGEN verschluckt, ich könnte kotzen. Rekonstruktion also:

Die Lösung liegt ja oft am Titel, aber als die Anwältin gesteht, ist es erst 21.27 Uhr. Das Opfer ist ledig, und große Schauspieler kommen nicht vor.

Sie hatte was gehört, während sie beim Ludwig saß, der wollte sie angraben, ging dann ins Bad, sie hörte derweil Dr. Bischof auf den AB quatschen: "Die Becker bleibt dann wie besprochen auf den Condings-Schulden sitzen". Aus dem Bad zurückgekehrt nannte er sie seine kleine Anwaltsnutte, und PÄNG. Aber nu, der war ja gar nicht am Schuss gestorben, sondern danach noch erstickt worden. Und die versiegelte Kontovollmacht hatte die blöde Q ja liegen gelassen. "Was macht das schon?" - "Den Unterschied zwischen Körperverletzung und Mord". Ach so, muss man ja erstmal drauf kommen.

"Wer Mifa fährt, fährt nie verkehrt, weil er dann überhaupt nicht fährt", habe ich von F. eben gelernt, als die Anwältin Becker am Bahnhof "Irgendwo-im-Osten" (nein, nicht Grimma) auf ein rotes Fahrrad steigt, um ihren Mann in der Datsche zu besuchen. Der war's natürlich, gesteht er ihr so um 21.35 Uhr, die letzten zehn Minuten werden dann für's SEK benötigt. Nacht, Liebeserklärungen, Mörder geht Pinkeln, sieht SEK, dreht die Gasflasche auf und geht wieder rein.

Schicket Feuerwerk.
Muss mal gerade einschieben, dass gerade auf 1 festival was über Peter Sodann kommt. Bei "der hochbegabte junge Schauspieler..." sagt F. "Huch, das war wohl vor seinem Tod!"
Datsche explodiert also.
Kain:
"Und jetzt? War's das?"

Ehrlicher:
"Ich muss hier weg."

Und:
"Wenn man sich umbringt, sollte man erst mal ein paar Nächte drüber schlafen."

Aber Ende gut, schließlich ist das Mörderpärchen ja moralisch dem Opfer weit überlegen: Corinna und ihr Anwaltsgatte entkommen mit dem Schlauchboot. Hach, doch nicht: Recht siegt.

Tatort: Dornröschens Rache (rbb)

Ich habe nur die erste Viertelstunde gesehen, kann mir mal jemand sagen, wer's war?

Hat der Alte seinen Mörder gedungen? Er hatte doch alles so schön vorbereitet.
Ist der Brief noch bei Paula angekommen? Durch wie viele Hände?
Warum hat der Schützenbruder seine Flinte ins Grab geworfen?
Wer war die blonde Frau im Rollstuhl? Das rächende Dornröschen?
Woran ist der Bruder gestorben?

Danke vielmals!

Tatort: Fakten! Fakten! (WDR) Wiederholung

http://sopran.twoday.net/stories/3475333/

Fuckten, Fuckten.

(Für meine Leser, die erst am Sonntagabend oder Montagmorgen zuschalten: Den aktuellen Tatort werde ich wahrscheinlich verpassen und habe deshalb münsterswegen ausnahmsweise mal eine Wiederholung auf hr angesehen.)

Der zweite aller Münstertatorte also, Erstausstrahlung 1. Dezember 2002. Die Vier war damals eine Woche alt, was dafür spricht, dass die Freunde zu mir kamen. Ich erinnere mich, dass Alt mit Vier auf dem Bauch auf dem Sofa lag.

So wundert es mich nicht, dass ich seinerzeit den Anfang verpasst und dann nix kapiert hatte. Oder den Anfang nicht verpasst und trotzdem nix kapiert. Ging den Anderen auch so. Schließlich gibt es kaum etwas aufmerksamkeitsbindendes als ein Neugeborenes. Aber neugeboren bleibt ein Kind ja nur wenige Tage.

Boerne siegte beim Springreiten, aber das sah man leider nicht. Boerne macht ja alles. In einer späteren Folge spielt er Cello in einem Streichquartett. Bei der Siegerehrung in dem Reitlokal, das wahrscheinlich "Tenne" heißt oder "Hubertusstube", beflirtet ihn eine Dame. Wieso kommt die eigentlich nachher nicht mehr vor?

“Sollte mir jemals etwas zustoßen, dann möchte ich auf Ihren Seziertisch.”
“Dann hoffe ich, dass ich Sie überlebe.”

Oliver Stritzel war ja neulich in Frankfurt schon der Mörder. Wobei neulich natürlich heißt: Wird wenige Jahre später in Frankfurt der Mörder sein. Das muss nichts heißen, schließlich war ja der patente Kommissar Schüttauf aus Frankfurt kürzlich in München der Mörder. Zum Aufgalopp bringt Stritzel seinen Kindern Pizza mit, damit man direkt weiß: Scheidungsvater. Die Kinder wollen aber nicht schon wieder Pizza und ziehen sich in die Gemächer zurück.

Dann wird vor der Stritzelvilla ein Mann im Auto erschossen. Stritzel ruft Boerne (alter Kamerad) bei Hubertus an.

Der Tote ist der Freund von Juliane.
Juliane war Stritzels Freundin und war dann mit Jürgen zusammen oder so.

Verdi Requiem dirigiert Boerne in seinem gekachelten Seziersaal und schaut dabei auf Mahler, Wagner und Konsorten.

In diesem zweiten Münstertatort ist auch noch der Bulle Bulle dabei. Den hätten sie meinetwegen behalten können und dafür die neunmalkluge Nadeschda rauschreiben. Aber wir wissen ja, dass man sich - pfff - anders entschieden hat.

Zwischenstand:

Jürgen Wicken heißt die Leiche
Oliver Stritzel heißt Professor Dreiden
Juliane Kraft heißt die Freundin von beiden.
Frau Dreiden geschiedene heißt die Ex-Frau April Hailer, die immer aussieht, als wirke die Betäubung vom Zahnarzt noch.
Felix Kraft ist der Ex-Mann von Juliane Kraft und Vater deren Kinder Max und Anna.
Max war's nicht. Kann ja nicht immer das Kind gewesen sein.
Anna ist tot.

“Das ist aber heute ein kurzer Tatort” sagt meine Nachbarin um 21:59 Uhr, Stritzel verhaftet, fertig - jetzt Sabinsen? Nixda.

(Ich versuche mich zu erinnern, wer's war, aber das war glaube ich kompliziert).

Ach, Tochter bei Unfall gestorben. Alte Geschichten ausgraben, dem mal nachgehen. Unfall? Und wer war schuld? Und wer der Vater?

Warum werden die Kinder nicht nochmal vernommen? Die haben doch gelogen. “Poppkonzert” im Fernsehen geguckt und deshalb keinen Schuss gehört, pah!
Gerade erschießt Boerne Alberich mit einem gelben Filzstift: Mord nachstellen.

"In der Halle des Bergkönigs" pfeift Boerne im Archiv der psychiatrischen Klinik. Felix Kraft war da mal nach der Scheidung. Hatte Juliane eine Vase auf den Kopf gedonnert und dann auf bekloppt gemacht. Jurist wohl.

Von Kindern haben die keine Ahnung. “Der kam vielleicht ne halbe Stunde später , sagt Maxi” Kann so ein Achtjähriger doch gar nicht schätzen. Thiel freundet sich mit Max an, auch so ein wiederkehrendes Motiv, in jedem Tatort freundet sich mal der Kommissar mit einem Kind an. In Frankfurt macht das natürlich nicht die bekloppte Sawatzki sondern Kamerad Schüttauf.

Verbiestert:
April Hailer nebst Kindern. Alle drei sehr schmallippig und großbürgerlich. "Der Junge ist im Ruderclub und das Mädchen bei seinem Pferd." Ruderclub ist in Münster bestimmt ziemlich Goldknopfsakko. Die aus Münster haben uns natürlich immer besiegt bei den Landesmeisterschaften der Schulen. Kunststück, wenn man nicht auf dem Rhein in verklinkerten Dickschiffen trainiert sondern in Rennbooten auf dem Kackasee.

Unter Hinterlassung von Blut und Hirnmasse ist inzwischen auch Juliane verschwunden. Schön, wie Boerne in der Nacht mit Thiel durch die Uni tigert. Boerne mit so einer dezenten Generalschlüsselinhaber-Attitüde: Weiß, wo das Licht ist, nimmt diese lässige Im-eigenen-Haus-Haltung an. Keine Leich, aber was wird aus Maxi?

Hübsch gemacht, das mit den gegenüberwohnenden Großeltern. Die einen, die Guten, schön frisch verklinkert mit Alu-Haustür, die anderen alles noch wie 1954, Holztür mit so Strahlenmuster und gelblichen Scheiben. Großer runder Griff. Unten Messingblech. Böse böse, die Felix-Kraft-Mutter. Leider weiß man jetzt schon, dass die alle Dreck am Stecken haben. Die kommen so klassisch-spießig fies rüber, Mutter und Sohn, dass man auch mal "Dreck am Stecken" sagten darf.

Durchsuchung bei Kraft: "Kommt Ihre Mutti hier nicht aufräumen?"

Orange Plastikthermoskanne, grün gestrichene Rauhfaser (oder wie man neuerdings schreibt: Johannes Raufaser), Schnapsflasche und allerlei Geschiedener-Arbeitsloser-Müll.

“Ich bin ein verletzter Mensch voll archaischer Wut”, erklärt Herr Kraft und “Kein Corpus delicti, keine Waffe, Sie gehen gar nicht gut aus.”

Ikea-Lampe. Stattet das Land Nordrhein-Westfalen seine Kripobüros wirklich bei Ikea aus? Vorgabe ist doch, dass Steuergelder für langlebige Einrichtungsgegenstände verschwendet werden. Bei Zusammenstellung der Kinderladen-Erstausstattung hätten wir keine billige Ikea-Lampe in den Sachkostenantrag setzen dürfen. Kaufen durften wir sie aber.

Alberich seziert zu einem klassischen Klavierkonzert. Erkenne nichts, klingt sehr verwaschen. Mozart?

Ich will ja nicht vorgreifen, aber ich glaube, Max-sein-Opa tut nur so gelähmt.

“Worauf warten Sie, Alberich? Prüfen Sie die 76 Kilo DNA im Kühlschrank.”

Mal im Garten nachbuddeln?

Die böse Mutter und Opafrau ist toll. So eine Art Schauspielerin, bei der ich mich wundere, dass es solche Typen auch als Schauspieler gibt, nicht nur im Leben.
Dafür kriegt sie jetzt Handschellen an, denn der Opa weiß alles, lag im Bett und stellte sich stumm jahrelang, nachdem seine Alte ihn die Kellertreppe runtergestoßen hatte.

So. Nun ist also Stritzel der Vater von Max,

(noch neun Minuten, bis der Akku leer ist, noch 11 Minuten, bis der Tatort zuende ist).

der mutmaßliche Vater hatte zwei Tage vorher erfahren, dass er es jedenfalls nicht ist. Er hat nämlich eine Luftpumpe.
Und jetzt verhört Max seine neuen Geschwister, von denen ja eh klar war, dass sie gelogen haben.

Nein, nicht Garten, Krematorium, wie sich die Bilder gleichen! Mal wieder eine Leiche im letzten Moment vorm Ofen gerettet, wie letzten Sonntag. "Wir haben Stau", der Ofen war en panne, und dann der Andrang, wollen ja heute alle verbrannt werden. Schließlich hat der angehende Professor der Rechtsphilosophie Kraft auch mal Metallbeschläge von Särgen geschraubt, bevor die in den Ofen gingen.

War er's also wirklich, der Herr Sohn.
Saubere Münsterarbeit.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Tatortberichte von Sopran
nur noch im Weblog Sopran Sollte jemand die Baustelle...
sopran - 26. Feb, 20:00
Polizeiruf: Jenseits...
Die Mörderin aus dem letzten Münchner Tatort (Metzgerfrau...
sopran - 28. Nov, 00:18
Tatort: Die Falle (mdr)
Die Frau in der Badewanne ist erhängt. Worden wohl,...
sopran - 28. Nov, 00:17
Tatort: Bevor es dunkel...
Man soll eben im-mer auf die Titel achten, ich könnte...
sopran - 28. Nov, 00:16
Tatort: Der doppelte...
https://sopran.twoday.net/s tories/4139906/ Zur Wiedereingliederung...
sopran - 11. Aug, 02:19

Links

.

Blogscout.de

Suche

 

Status

Online seit 6590 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 26. Feb, 20:00

Credits


Polizeiruf 110
Schimanski
Tatort Berlin
Tatort Bremen
Tatort Dresden
Tatort Frankfurt
Tatort Hamburg
Tatort Hannover
Tatort Kiel
Tatort Köln
Tatort Konstanz
Tatort Leipzig
Tatort Ludwigshafen
Tatort München
Tatort Münster
Tatort Österreich
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren